Archive for September, 2009

The Future of Social Media

September 15th, 2009  |  Published in Commentary

Here in IBS, one of our current tasks is to describe our vision of the future of Social Networks and Social Media (in the next three to five years).

To get started, Reijo gave us a Mashable post and a SlideShare presentation to enable some insights on the current ideas about tech and the influence on social, digital interactions.

These are the themes that I came up with so far.

Additional inspiration came from J. Owyang and C. Li.

ubiquity

technology pervades everything BUT is acting as a bridge between people or people and objects

immersive interaction metaphors require no special knowledge (contrasting to: keyboard, mouse)

examples: RFID tags, augmented reality apps, immersive tele-conferencing, project natal, vision 2019, mind-reading tech

immediacy

opportunity cost, friction for changing a device, place, situation is approaching zero:

activities happen in real time, user adaption (syntax, knowledge, habits) becomes unneccessary

examples: realtime search, touch interfaces, natural language commands (Mozilla ubiquity), speech commands, gestural interfaces

connectedness

every thing (physical object) is connected to the web,

all information about all things is interconnected

there will be no line between different applications (contrast: Gmail, Moodle, Joomla, WordPress, Word Document, Notepad, Paper or SMS vs. Email vs. Facebook Chat vs. IM), documents as such don’t exist anymore

no passwords, no profiles, only ONE constantly-connected individual

examples: Arduino, portable identity (Facebook connect, OpenID), semantic web, Google Wave Applications and Basics

contextualization, where, when, who

computers, services know the users context and adapt accordingly

examples:

when GPS locates you in office, cellphone is muted, callers get info about next available spot on your schedule

when you write in a “word processor” (text input field), spell-checking will recognize the language without needing any manual settings

a service knows your media consumption preferences, shows you only videos or transcribes audio-only material to text based on usage patterns

information normalization, one right answer

based on connected information and natural language processing, services will be able to fully interpret a users intent,

when one definite answer can’t be computed, the activity will run in a feedback circle with another human (à la Aardvark, Amazon Mechanical Turk or Elance) in real time

examples: curated datasets (Wolfram Alpha), recommendation engines (Amazon, Netflix)

Influence on social media and social relations (scenarios):

Reviews from amazon can be viewed inside the book (small screen), user can see the relationships of reviewers (who is also publishing their books with this company?), authers biography can also be looked up.

Your fridge knows its content (RFID) can send you an SMS “buy milk” or order the groceries via email and have them delivered to your home.

Your computer identifies you via facial recognition, logs you into all needed systems.

You read a book by opening it in MS Word, edit the text as you wish, put in your own words, click a button and your prose will be converted to bullet points (for a presentation in power point). Additionally, pictures to illustrate your point are added automatically by a recommendation engine.

If the computers, devices around you know all facts in the world (even events), relationships, jobs and the basis for recognition in relationships is changing quite heavily.

If your computer/cellphone can exactly characterize a new contact by his facial expression, facebook activity log and other internet activities, you won’t meet many people outside of your comfort zone.

Finnland, jetzt auch mit Bildern

September 11th, 2009  |  Published in Finnland

Ok, um einige Worte zu sparen werde ich in Zukunft immer mal wieder Fotos auf meinen Picasa-Account laden.

Einen kleinen Vorgeschmack gibts hier, alle zukünftigen Fotos landen dann immer in diesem Ordner.

Für eingeweihte gibt’s natürlich auch noch einige weitere Eindrücke auf Facebook (dort aber meistens von anderen Leuten dokumentiert).

Wie man Probleme schafft

September 8th, 2009  |  Published in Finnland

Ein Manuskript. Nicht ganz chronologisch, stark paraphrasiert.

Man nehme:

  • einen Raum in einer Hochschule
  • ca. 20 total übermüdete Studenten, die noch den Restalkohol der vergangenen Party verarbeiten
  • einige wohlwollende, leicht aufgebrachte, teils emotional involvierte studentische Betreuer
  • Zwei ältere Mitarbeiter der Universität (guter Cop, böser Cop)

“Wir haben euch heute hier zusammengerufen, weil zum wiederholten Male Beschwerden wegen Lärmbelästigung beim Vermieter des Studentenwohnheims eingegangen sind. Der Vermieter will euch nun alle rausschmeißen.”

Entsetzen, Empörung, Stille, leichte Widerworte.

“Wir waren davon ausgegangen, dass wir euch wie Erwachsene behandeln können, aber das war wohl ein Fehler. Einige von euch mögen die Ernsthaftigkeit der Situation noch nicht ganz verstanden haben, aber bedenkt bitte, dass ihr es mit solchen Aktionen allen zukünftigen Austauschstudenten wesentlich schwerer macht.”

“Wir werden morgen eine Krisensitzung mit dem Vermieter halten, und es werden Mitteilungen über den Vorfall an eure Heimatuniversitäten versendet.”

Spaß: “Aber ich war gestern Abend in Helsinki, nicht hier.”

Isolierung: “Ich hab keine laute Musik gehört?”

Zorn: “Wer hat sich denn da beschwert? Warum sind die nicht erst zu uns gekommen?”

Verhandeln: “Ja, aber solche Regeln zum Feiern hätte man uns vorher sagen müssen. Bei uns in Spanien ist das alles ganz anders…”

Akzeptanz/Logik: “Ok, aber die können uns gar nicht alle rausschmeißen.”

Als Comic Relief der Auslandsbeauftragte der Uni: “Ich bin gerade nicht ganz im Bilde, aber… Wir wissen die Partnerschaften mit dem Ausland sehr zu schätzen, und egal was passiert, Ihr seid hier immer noch herzlich willkommen.”

Und der Reality Check für alle, die sich lustig machen: “Studentenwohnungen sind in ganz Finnland begehrt, die werden schnell wieder vermietet.”

Was war da los?

Man nehme:

  • ca. 30 Studenten (aus Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Holland, Belgien, Deutschland, Polen, Russland uvm.)
  • 1 Studentenwohnheim, ca. 2 km vom Stadtkern entfernt
  • 1 Erasmus-Austauschprogramm: Einführungswochen im August, reguläre Vorlesungen ab erst Mitte September, ergo
  • viel Freizeit

Das Ergebnis:

2er bis 6er Zimmer, oft mit Landsleuten, gleicher Sprache, und ähnlichem Interesse: Party. Jeden zweiten Abend hängt eine Nachricht im Fahrstuhl à la “Party bei den Portugiesen im 6. Stock, alle Nationen willkommen”. Kennenlernen, Musik hören, Alkohol, Spaßchen hier, Tänzchen da. Lärm überall.

“Und, wann warst Du im Bett? – So gegen 5.”

Eine Mischung, die auf Dauer nicht gut gehen konnte. Das Ergebnis (neben der Bilderflut auf Facebook und den zu kurzen Nächten) trifft nun alle: “Und glaubt nicht, dass Ihr euch mit ‘ich war nicht dabei’ rausreden könnt. Das betrifft jeden, egal welches Zimmer.”

Einige Gespräche im kleinen Kreis später: “Und, was werden die bei eurer Heimat-Uni in Spanien dazu sagen, wenn sie das mitkriegen? – Die fragen höchstens, ob’s denn gut war. Und hier kommt’s auf die Titelseite: ‘Erasmus-Studenten feiern Party.’”

Das Gegenstück am Mittagstisch: “Wenn das zu Hause raus kommt, schmeißen die uns raus. So was bleibt in der Akte. Egal ob du vorher die 20.000 € Studiengebühren bezahlt hast, oder nicht.” später dann “… aber die Feier war gut.”

Und bei mir? Da ich letzte Nacht um 10 im Bett war, und damit einer der wenigen Ausgeschlafenen im Raum war, konnte ich die Reaktionen aus etwas distanzierterer Perspektive beobachten. Meine Webrecherche sagt mir jedenfalls, dass man ohne vorige schriftliche, persönliche und nachverfolgbare Mahnung nicht einfach aus seiner Wohnung geschmissen wird. Und dann ist da noch die einmonatige Kündigungsfrist, gerichtliche Einspruchsmöglichkeit, und manches mehr. So schnell nehm ich die gerade angekommenen Poster noch nicht von der Wand ab. Für den Fall der Fälle sprech ich aber morgen mal mit einem Studienkollegen, der arbeitet beim Immobilien-Makler…

Heute Nachmittag hängt eine neue Nachricht im Fahrstuhl:

“Die Party ist zu Ende.”

Fortsetzung folgt.

gutes Essen, gutes Wetter, viel Bewegung

September 6th, 2009  |  Published in Finnland

Was soll ich sagen? Inzwischen ist mehr als eine Woche hier in Pori vergangen. Und alles ist super.

Das Studienprogramm hat begonnen, die Leute sind nett, dank der vielen Erasmus-Leute im Wohnheim ist auch außerhalb der Uni immer was los. Und ja: Sogar die Sonne scheint. Dank der kurzen Wege in Pori und dem importierten Fahrrad kommt auch die Bewegung nicht zu kurz. Nicht zuletzt wär da noch das kostenlose Fitness-Studio in der Uni zu erwähnen, das einer der Gründe dafür ist, dass ich gerade ziemlich kaputt (aber zufrieden) bin.

Einzig das Internet hier im Wohnheim ist ein bisschen langsam. Aber das sollte sich bald ändern, wenn ich meine lokale Sozialversicherungsnummer, Bankkonto und mobilen Internetvertrag erhalten habe. Bis dahin steht eine neue Woche voller Abenteuer und Abwechslung bevor.

Ich freu mich drauf!

Sobald unsere bestellten Poster da sind, kommen auch noch Fotos von der Wohnung und anderen Späßen. Bis dahin!