Schlaflos in Bremen

August 26th, 2009  |  Published in Finnland

3 Uhr morgens, das Licht geht wieder an. Das gleichmäßige Klacken der Rolltreppe und das Rascheln der Brötchentüten mit den ersten Brötchen des Tages sind die einzigen Geräusche, die die Wartehalle vom Bremer Flughafen mit Leben erfüllen. Warten. Warten auf den Check-In. Warten auf den Flug. Warten auf die Ankunft im Unbekannten: Tampere Flughafen, Tampere City und dann hoffentlich Pori sind die Ziele, die vor mir liegen.

Ich bin auf dem Weg nach Finnland, ins nächste Abenteuer, dieses Mal mit dem Titel “Auslandssemester”. Nachdem 2 ganze Jahre meines Studiums in Windeseile vorüber gezogen sind, trete ich nun die letzte Etappe meines Bachelorstudiums an. Wenn alles wie geplant funktioniert, bleibe ich für die nächsten rund 10 Monate in Pori, mache dort meine letzten Kursverpflichtungen klar und schreibe zum Jahreswechsel an meiner Bachelorarbeit. Dann komme ich wieder zurück, hole mir meine Bachelor-Urkunde (falls es sowas gibt) ab, und ziehe erneut weiter. Aber bis dahin ist noch Zeit.

Hier soll nun erstmal noch eine kurze Revue der vergangenen Monate in Bremen folgen:

Während das Sommersemester von der Arbeit für unser Bachelorprojekt Mobea dominiert war, blieb trotzdem Zeit für ein bisschen Tapetenwechsel in Prag und San Francisco. In Bremen war ich in meinem Job bei der TRENZ AG weniger aktiv als zuvor und die Kurse in Audiobearbeitung, Computergrafik und Usability sorgten für eine abwechslungsreiche und wohlgefüllte Studienwoche.

Die rasant vergehenden Wochen mündeten in einem Ereignis: Meinem Auszug aus Bremen. Da ich wie oben geschildert den Rest des Bachelors in Finnland verbringen werde, habe ich zum Juli Job und Wohnung gekündigt und vor inzwischen schon wieder 4 Wochen einen Großteil meines Hab und Gut aussortiert, verkauft, verschenkt oder nach Uelzen gebracht.

Die verbleibenden Gegenstände sind nun (bis auf eine Kiste, die bereits per Postweg aufgegeben wurde) neben mir hier am Flughafen aufgereiht. Neben Kleidung, Büchern und allerlei Technik sei hier kurz das Fahrrad erwähnt, das in einem wohlgeformten Karton die Ryanair-Reise mit mir antritt (Nein, ich bin nicht im Gepäckabteil untergebracht).

Auch wenn die Zeit in Bremen unfassbar schnell vorbei ging, freue ich mich auf die Dinge, die da kommen mögen. Ein neues Kapitel beginnt, und wie schon in Indien möchte ich erneut auf diesem Weg (per Blog) versuchen, die kommenden Monate zu verarbeiten und für alle Interessierten festzuhalten.

Viele Grüße an dieser Stelle an alle “daheim gebliebenen”, bereits abgereisten und ewig rastlosen unter Euch.

blog comments powered by Disqus